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Er warnte davor, weiterhin dieselben wirtschaftlichen Maßstäbe anzulegen:

Es kann nicht gut sein, diese neuen Kräfteverhältnisse in den Begriffen des Marktes abzuschätzen, des Geldes, das sie verdienen.

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Wenn man sich diese Revolution abgeschlossen denkt, hat das durchschnittliche menschliche Wesen mit mittelmäßigen oder noch geringeren Kenntnissen nichts zu verkaufen, was für irgendjemanden das Geld wert wäre.

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Die Antwort ist natürlich, daß wir eine Gesellschaft haben müssen, die auf menschliche Werte gegründet ist und nicht auf Kaufen und Verkaufen. (ebenda, 59ff)

Doch es dauerte volle 30 Jahre, bis Wieners Voraussage als "Dritte Industrielle Revolution" Realität wurde und vielleicht noch länger, bis sie auch in ihren Konsequenzen verstanden und schmerzlich erlebt wurde.

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Der Wettbewerb um die Verbilligung der Produkte und die Intensivierung des Produktionsprozesses hat sich der mikroelektronischen Revolution bedient und zugleich mithilfe der modernen Kommunikationstechnologien eine globale Gesamtfabrik geschaffen, in der riesige betriebswirtschaftliche Aggregate miteinander wetteifern:

" Ob bestimmte Fertigungskomponenten im Allgäu oder in Algerien, in South Carolina oder Seoul produziert werden, richtet sich bekanntlich nicht danach, ob diese in der betreffenden Region benötigt werden, ob es ökologisch sinnvoll ist, sie zehntausende von Kilometern an ih­ren Bestimmungsort transportieren, dafür ganze Landschaften mit Betonpisten zuzupflastern und Tonnen von Rohöl zu verpulvern, sondern ist einzig und allein eine Frage des betrieblichen Rentabilitätskalküls." (Norbert Trenkle)

Unter den Bedingungen des Ware-Geld-Systems werden die Potentiale der neuen Technologien gerade nicht dafür einge­setzt, die überregionalen stofflichen Verflechtungen zu entzerren, sondern vielmehr um in Form des eines globalen Outsourcing und der Externalisierung von Folgekosten die Zentralisierung der planetaren Arbeitsmaschine weiter voranzutreiben.

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So wuchern die infrastrukturell wie sozial hoffnungslos überla­steten urbanen Megazentren weiter, während ein zunehmend größerer Teil der Welt zum bloßen Hinterland degradiert wird, dessen Bewohner von Konsum und von sozialstaatlichen Leistungen zunehemend entkoppelt werden und bloß die negativen Folgen der Universalisierung des Geldes in Form von Umweltkatastrophen, Hunger und Krieg zu spüren bekommen.

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Weil aber durch all diese Entwicklungen in der Produktivkraft mit ständiger Verbilligung und Vermassung der Produkte die Sphäre der materiellen Produktion als Geschäftsmittel zunehmend entwertet wird, entdeckt das mit seinen Verwertungsbedingungen unzufriedene Kapital die Sphäre des Wissens und der Kultur als Anlagesphären.

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Aus frei verfügbarem Wissen wird "Geistiges Eigentum". Die Marktwirtschaft wird, um überleben zu können, feudal, überläßt "outsourcend" die Produktion zunehmend anderen, um von Informationsrenten zu leben: das Wissen der Toningenieure über Klänge, Raumwinkel und Volumina verschwindet in einem Programm, das die akustische Erfahrung von Generationen entwertet.

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Architekten brauchen keine Raumfantasie mehr, wenn sie ihre Skizzen im dreidimensionalen Video betreten können. Mit diagnostischen Expertensystemen wird der Arzt zum Knopfdrücker.

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Wissen, das an Erfahrung und deshalb an Personen gebunden war, wird nun zu Kapital. Die Spezialitäten wandern in die digitalen Kästen, die Spezialisten verlieren, wie vor ihnen die Handarbeiter, an Marktmacht.

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Denn die Software, die ihre Erfahrung aufsaugt, die ist nun das "geistige Eigentum" der Digitalisierer und derer, die das Programm kaufen..... (Matthias Greffrath)

Die Freiheit des Geldverdienens und des Kapitalwachstums ist im Begriff, zu einer absoluten Schranke der menschlichen Kreativität und Weiterentwicklung zu werden, gerade weil sie im Wachstumszwang beginnt, ihre essentiellsten Produktivkräfte zu vernichten: die Freiheit der Wissenschaft und der Kultur, den freien Austausch der Ideen.

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Das ist die Zeit und das ist die Bedingung, in der wieder Utopien blühen müssen, in der sich der Geist und die menschliche Vorstellungskraft aus den Fesseln alter Vergesellschaftungsformen herauszuarbeiten beginnen.

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Aber diese Utopien blühen auf dem Bodensatz völlig neuer, von dieser Produktionsweise hervorgebrachter Bedingungen.

3. Elemente des Neuen: womit können wir arbeiten

Die oben entwickelte globalisierte Wirtschaft ist es, die uns paradoxerweise auch immer mehr Mittel in die Hand gibt, einen selbstverantwortlichen und selbstorganisierten Lebensraum zu gestalten.

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Die Informationsgesellschaft und ihre auf Mikroelektronik basierende Technologie ist sowohl in der Richtung der extremen Arbeitsteilung als auch in der Richtung der Reintegration von Arbeitsvorgängen grundsätzlich offen.

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Sie kann eine von Roboterhänden gesteuerte Fabrik, menschenleere Produktionsstraßen mit gewaltigem stofflichem Input an Ressourcen und Energien und Output an Produkten und Abfall schaffen - sie kann aber genauso im Prinzip die bisher getrennten Arbeitsvorgänge wieder integrieren und schafft so die Möglichkeit der dezentralisierten Hausarbeit, des "ganzen Hauses" der traditionalen Gesellschaften in neuer Form.

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Marshall McLuhan hat diese Möglichkeiten sogar als "Stufenfolge der elektrischen Medien" beschrieben. Nach der zentralisierenden Industrialisierung, die den Menschen dem "Maschinenrhythmus" fixer Arbeitszeiten und spezialisierter Tätigkeiten, dem Terror der großen Städte und der großen Institutionen unterworfen hat, folgt die dezentralisierende Automatisierung.

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Während es, so McLuhan, der Industrialisierung und ihren Fabriken komplett egal war ob die "große Arbeitsmaschine" Cornflakes oder Cadillacs ausstieß, kehrt der mikroelektronische Produktionsvorgang zunehmend genau dorthin zurück, wo das Produkt benötigt wird, in die Lebenswelt, zum Kunden.