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Mitunter ist es aber schon vorgekommen, daß ein entscheidender Hinweis, eine kritische Frage, ein Einwand aus einem fernen Dorf den Verlauf eines solchen Spiels beeinflußt hat.

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Die Grundregel des Spiels ist, daß keine Aussage komplett falsch ist, wenn sie aus reiner Intention heraus entsteht. Doch wir werden dieser Grundregel noch oft begegnen, wir können uns auch das Spiel, in dem es heute um die Regelmäßigkeiten von Primzahlen geht, nicht wirklich in seiner Tiefe anschauen.

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Es dient uns ja auch nur als Beispiel für die Funktionsweise und für das Lebensgefühl im Globalen Dorf. Gleich nebenan, im Haus der Gesundheit, hat eine Mutter wesentlich trivialere Sorgen.

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Ihr Kind hat mehrere Fingerknöchel gebrochen, als Resultat eines Sturzes, und beide nehmen an einer Telekonferenz zwischen dem Dorfarzt und einem Spezialisten für Knochenheilung teil, der in einem weit entfernten Dorf residiert.

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Früher war bei solchen Fällen kein Aufhebens gemacht worden, neunziggradige oder dreißiggradige Fingerstellung bei der Vergipsung waren das Dogma des Chefs der jeweiligen Universitätsklinik gewesen, eben die lex artis.

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Kunstfehler sind dabei genug vorgekommen und kaschiert worden. Heute weiß man, daß kein Fall hundertprozentig wie der andere ist, und daß es die generalisierende Regel ist, die verletzt und tötet.

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Der Spezialist ist nicht mehr nur für die schweren Fehler und den Pfusch der Kollegen zuständig, er ist rechtzeitig telepräsent, um Fehler und ihre Konsequenzen zu verhindern.

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Im Haus der Werkzeuge findet gerade eine Konferenz statt, an der einige Personen teilnehmen, die sich mit Landwirtschaft, nachwachsenden Rohstoffen, Materialveränderungen beschäftigen.

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I have been so beiwdleerd in the past but now it all makes sense!

Wir werden sie später noch kennenlernen und auch noch die vielen anderen Gruppen, die simultan sich der Piazza Telematica bedienen.

Doch wir wollen nicht vergessen, daß wir ja auf einem ersten Erkundungsgang sind und hier nicht hängenbleiben sollten.

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Also gehen wir auf dem grünen Weg ein paar Dutzend Meter weiter in die Vorstadt, nach Suburbia. Zu unserer Überraschung finden wir, daß das Leben hier keineswegs komplett ausgestorben ist.

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In den kleinen Seitengassen sind Läden und Werkstätten. In den oberen Geschossen, die nun zunehmend niedriger werden, sind Wohnräume, Balkone, Dachgärten.

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Es ist, als ob das ganze Dorf geplant wäre wie ein Hügel, um möglichst viel freie Sicht auf die umliegende Landschaft zu gewähren und zugleich das Leben im Zentrum zu schützen und zu verdichten.

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Schön langsam kommt auch manches Unterirdische an die Oberfläche und wir sehen, daß das Dorf tatsächlich Autos hat - kleine, elektrobetriebene Transportwägelchen, die im Zentrum in unterirdische Röhren verbannt sind, und nun, in der Fläche, in eigene offene Servicestraßen münden.

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Die Häuser sind so angelegt, daß sie sowohl einen Hinterausgang zu den Servicestraßen als auch einen Vordereingang zu den grünen Fußgängerwegen haben, an denen sich die Läden, Werkstätten und öffentlichen Teile der Häuser einladend aneinanderreihen.

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Das Dorf ist in vieler Hinsicht tatsächlich so etwas wie die Miniaturausgabe einer Stadt! Die Wägelchen sind gerade mal so groß, daß eine Person bequem darin sitzen kann, und sie bewegen sich wie von Geisterhand gesteuert durch elektronische Leitsysteme.

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It's always a pleasure to hear from somneoe with expertise.

Ihre Größe ist genormt, sie lassen sich sogar für den Überlandtransport in das große öffetliche Bahnnetz verladen und werden auf der last mile wieder autonom.

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Doch auch hier halten wir uns nicht lange auf, obwohl wir natürlich bemerken, daß das Globale Dorf keineswegs eine "immobile Gesellschaft" ist, daß der Fluß von Menschen und Materialien durch die Telematik und die gestiegenen Möglichkeiten des elektronischen Zugangs keineswegs zum Versiegen bekommen ist.

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Er hat nur eine völlig neue Form bekommen, der gegenüber unsere Automobile wirken wie Postkutschen.

Gehen wir weiter hinaus, in den aufgelockerten, ländlichen Bezirk, der wie ein Halo unsere Bitstadt umgibt.

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Hier beginnt sich Architektur mit Agrikultur zu vermischen. Glashäuser und Hydrokulturen tauchen auf, lebende Maschinen, die das Sonnenlicht, die Erde und das Wasser in hunderterlei Stoffe umwandeln und den Abfall zu Erde kompostieren.

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Biomassekonverter erzeugen Energie und Elektrizität und natürlichen Dünger. Intensiv bewirtschaftete Permakulturen bilden einen Übergang in die sich auflockernde Parklandschaft mit ihren Schwimmteichen, Spielplätzen.

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Rund um das Dorf beginnen Wälder und Felder sich abzuwechseln und bilden eine grüne Lunge. Rad- und Fußwege, die sich mit den Servicewegen vereinigen, führen zu einsamen Gehöften, die wie Einsiedeleien sich selbst noch vor dem dörflichen Leben verstecken, ohne ganz von ihm ausgeschlossen zu sein.

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Dort ist die auch die Heimstatt der Tiere, die offensichtlich nicht in Massen gehalten werden und auch nicht, um sie zu verwerten. Kommunikation mit Tieren scheint hier groß geschrieben zu werden, sodaß diese einen eigenen Lebensraum neben dem Menschen erhalten, nahe, doch auch klar unterschieden.

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Je weiter wir uns vom Dorf entfernen, umso mehr geht die Kulturlandschaft in eine sanfte, an Wildnis gemahnende Natur über. Hier finden wir Wanderwege, aber auch Zonen die von Menschen gemieden werden.

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Die Stille eines spirituellen Ortes an den fernsten, verborgensten Punkten läßt uns fast vergessen, daß nur wenige Kilometer von hier ein Stück der globalen Metropole liegt.

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4.2. Innehalten

Wir setzen uns hin, an einem solchen stillen und ruhigen Ort, und lassen Revue passieren, was wir gerade gesehen haben auf unserem ersten Rundgang in der Zukunft.

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Eigentlich hat uns ja nichts hier wirklich überrascht, keine fliegenden Untertassen und keine Antigravitation sind uns begegnet, keine Teleportation und keine Telekinese, keine Mutanten und keine humanoiden Roboter.

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Und doch war die Ansammlung bekannter Elemente in ihrer Dichte und in ihrer Vielfalt erstaunlich. Wir haben an einem Ort agrarische Elemente gesehen, wir haben kleine Produktionsanlagen gesehen, wir haben eine Dienstleistungs- und Wissenszone gesehen, und das alles in einer erstaunlichen räumlichen Verdichtung.

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"Globale Dörfer" sind also eine Siedlungs- und Lebensweise die aus einer Synthese historisch dominanter menschlicher Existenzweisen entstanden ist. Vor allem hat sich die klare Unterscheidung der beiden Lebensbereiche Stadt und Land aufgelöst.

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Die Stadt wurde von einem räumlich abgegrenzten Gebiet zu einem Geflecht miteinander intensiv kommunizierender Knotenpunkte. Urbanität bedeutet die Teilhabe an dichten Kommunikationsvorgängen, die über diese Knotenpunkte vermittelt sind.

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Diese Knotenpunkte konnten offensichtlich auch dort entstehen und eine Funktion bekommen, wo keine Stadt im traditionellen Sinn war. "Globale Dörfer" im engeren Sinne sind jene Siedlungsformen, an denen die Knotenpunkte der unendlichen Stadt mit den Lebensmöglichkeiten der ländlichen Räume eine nachhaltige Symbiose eingehen.

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Es gab viele auslösenden Momente für eine solche Entwicklung und wir sind schon einigen davon begegnet. Sie scheinen gemeinsam zu haben, daß die Bewohner eines solchen Dorfes gerade aufgrund der fortgeschrittenen technischen Entwicklung das gesamte Spektrum der menschlichen Beziehung zur Natur wieder in ihren Alltag integrieren konnten.

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Hightech re-aktualisiert Lowtech.

Doch es ist auch umgekehrt: die Lowtech aktualisiert Hightech: wir werden von Beispielen hören, wo die Entstehung eines Globalen Dorfes von einer Bauerngenossenschaft ausging, die eines Tages beschloß, eine "Stadt anzupflanzen". Gemeinsam mit einem städtischen Bauträger und einem Kreditinstitut taten sie sich zusammen, schlossen Verträge, legten Rollen fest, begründeten eine Arbeitsteilung.

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I don't even know what to say, this made things so much esaeir!

Sie holen sich die Städter aufs Land - doch nicht temporär, wie weiland die Touristen, sondern als Neubürger und willkommene Ergänzung ihrer Gemeinde: genausoviele, wie die Gemeinde zu vertragen imstande sein würde.